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Artist Statement

Konzeptioneller Dokumentarismus

Stahls konsequente Bildsprache besticht durch lebendige Farben, kraftvolle Motive und sublime, ausgeklügelte Kompositionen.

Die zumeist minimalistisch und aufgeräumt anmutenden Stadtlandschaften sind gezielt mit Relikten der Zivilisation gespickt.
Menschen, die wie Statisten der Gesellschaft wirken, starren nicht selten in die entfernte Gleichgültigkeit.

Scheinbar nutzlose und ausrangierte Gegenstände bezeugen stumm den Gegensatz, dass der Mensch selbst in Abwesenheit - durch seine Erzeugnisse - unser kollektives Bildgedächtnis und (Unter-) Bewusstsein beeinflusst.

Auf diese Weise erfahren wir, dass hinter der aufgezwungenen, vererbten Vorstellung von Gleichheit und Makellosigkeit unserer Persönlichkeit mehr liegt, als nur der bloße Schein verzerrter Wahrnehmungen und Bedürfnisse:

Die Chance Blockaden zu lösen, um das zu erkennen, was wir wirklich sind - Individuen.

Conceptional Documentarism

Stahl’s consistent visual language is one of vibrant colours, stark geometric subjects and sublime composition.

Usually minimalistic and unadulterated, streetscapes are interspersed with deliberately placed civilization debris, while people appear as transfigured products of society, gazing into a distant nullity.

Seemingly purposeless and discarded objects become testament of the dichotomy that, even in the absence of man, he and his artefacts wield influence over our collective conscious and our psychological strata.

All of it reminding us that beneath the aseptic surface of life and the symmetry forced upon our ancestral past, lies more than the sheen of our skewed perception and desires:

Namely, our repressed or actualized struggles to become who we are.


Alexander Wipf, 2009